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Fachbeitraege

Heizenergieeinsparung mit Vorlauftemperaturadaption

Verfahren und Feldergebnisse


Die Steigerung der Energieeffizienz geriet angesichts rasant steigender Energiepreise und der aktuellen Diskussion um CO2-Emissionen und Klimaschutz in den Fokus der deutschen Energiepolitik. Eine wesentliche Bedeutung hat die Wärmeversorgung von Wohngebäuden, die in Deutschland mit einem Anteil von ca. 25 % am Endenergieverbrauch beteiligt ist und ca. 20 % der energiebedingten CO2-Emissionen verursacht. Verordnungen wie die Energie-Einsparverordnung 2007 (EnEV07) zielen vor allem auf eine Verbesserung von Wärmeschutz und Anlagentechnik im Neubau. Die Klimaschutzziele der Bundesregierung können aber nur unter Einbeziehung des Gebäudebestandes erreicht werden. Dieser Erkenntnis tragen unter anderem die in Vorbereitung befindliche EnEV09 und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) Rechnung.

Die bisherigen Bemühungen des Verordnungsgebers, der Industrie und der Gebäudeeigentümer zeigen Wirkung: In der Heizungsanlagentechnik kann der Brennwertkessel inzwischen als Stand der Technik bezeichnet werden, auch die thermische Solaranlage ist vor allem im Ein- und Zweifamilienhaus nicht mehr wegzudenken. Die Option Pelletsheizung oder Wärmepumpe spielt bei Investitionsentscheidungen eine zunehmende Rolle.

Kernproblem sind jedoch die hohen Investitionen, die mit einer umfangreichen, energetischen Sanierung eines Gebäudes verbunden sind. Insbesondere im Mietwohnungsbestand besteht ein erhebliches Risiko für Hausbesitzer und Immobilienunternehmen, die Sanierungskosten durch Mieterhöhungen am Markt nicht erwirtschaften zu können. Eine Alternative bieten hier so genannte geringinvestive Maßnahmen, die in erster Linie eine Effizienzsteigerung im Anlagen¬betrieb vorsehen. Die klaren wirtschaftlichen Vorteile und die vorgesehene Berücksichtigung der Gebäude- und Hausautomation als ein wesentlicher Bestandteil dieser Maßnahmen in der DIN V 18599 lassen erwarten, dass geringinvestive Maßnahmen in naher Zukunft verstärkt an Bedeutung gewinnen.

Eine dieser Maßnahmen ist in Pumpen-Warmwasserheizungsanlagen die raumgeführte automatische Anpassung der Heizungsvorlauftemperatur an den tatsächlichen Bedarf eines Gebäudes, die in der näheren Vergangenheit Gegenstand einiger Veröffentlichungen war. In deren Fokus standen vorrangig Verfahrens¬beschreibungen und theoretische Betrachtungen zu den Energieeinsparpotentialen. Im folgenden Beitrag werden der Stand der Technik, die Wirkungsweise von zwei im praktischen Einsatz befindlichen Verfahren und die Feldergebnisse vorgestellt.

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Dr.-Ing. Arne Kähler, 45 Jahre, promovierte 1993 an der Humboldt Universität in Berlin. Er ist seit 2001 bei Techem in der Entwicklung tätig, seit 2006 gesamtverantwortlich für den Bereich Technik&Entwicklung.


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Dr.-Ing. Jochen Ohl, 42 Jahre, promovierte 1999 an der Technischen Universität Darmstadt. Er ist seit 1998 bei Techem in der Entwicklung tätig, seit 2006 hier verantwortlich für das Innovationsmanagement.

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