Energieeffizienz

Was ist eigentlich Energieeffizienz?

Die Energieeffizienz ist ein Maß für die Ausnutzung eingesetzter Energie.

Maximale Energieeffizienz ist dann erreicht, wenn ein bestimmter Nutzen mit möglichst wenig Energieeinsatz erzielt wurde. Dieses ökonomische Prinzip gilt auch umgekehrt: Wenn mit einer bestimmten Menge Energie der größtmögliche Nutzen erzielt wird, spricht man ebenfalls von maximaler Energieeffizienz.

Die warme Wohnung im Winter, die Autofahrt zum Arbeitsplatz, der LKW-Transport von Lebensmitteln zum heimischen Supermarkt – Energie wird eingesetzt, um einen bestimmten Nutzen daraus zu ziehen. Viele Dinge, die wir täglich tun, ließen sich auch mit deutlich weniger Energieeinsatz erreichen. Das heißt, die Energieeffizienz ließe sich noch steigern. Das hängt zum einen von der verfügbaren Technik ab, zum anderen vom Verbraucherverhalten.

Allgemein gilt: Die Energieeffizienz ist umso höher, je geringer die Energieverluste bei der Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Nutzung von Energieträgern sind. Schon bei der Energieerzeugung lässt sich die Effizienz zum Beispiel durch Kraftwerke mit höherem Wirkungsgrad steigern. Dann wird bei gleichem Einsatz von Brennstoffen wie Kohle, Gas und Öl, mehr Energie erzeugt. Auch bei der Verwendung der Endenergie lässt sich die Effizienz steigern: etwa durch Autos mit niedrigerem Verbrauch oder stromsparende Haushaltsgeräte (zu erkennen an der Energieeffizienzklasse), aber auch durch den energiebewussten Umgang damit. Für Unternehmen bestehen ebenfalls Anreize, Produkte mit höherer Energieeffizienz zu entwickeln, da diese bessere Absatzchancen versprechen – über ihr „grünes Image“, aber auch, weil die Verbraucher damit Energie und bares Geld sparen.

Der Begriff Energieeffizienz macht in Deutschland übrigens erst seit etwa zehn Jahren so richtig Karriere – dank der EG-Richtlinie „Energy Performance“, was mit Energieeffizienz übersetzt wurde. Das Ziel aller Bemühungen um Effizienzsteigerungen besteht kurz gesagt darin, jeden unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Dafür gibt es gute Gründe: Die weltweite Nachfrage nach Energie nimmt weiter zu, die fossilen Energieträger sind jedoch begrenzt. Hinzu kommt, dass die damit verbundenen CO₂-Emissionen den Klimawandel beschleunigen. Daher kann und soll die Verbesserung der Energieeffizienz auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.