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Was ist eigentlich …

Was bedeutet eigentlich Green Building?

NACHHALTIGKEIT ZAHLT sich aus. Sie schont nicht nur die Umwelt, sondern stellt heutzutage eines der wesentlichen Kaufkriterien der Konsumenten dar. „Green Marketing“ lautet deshalb die Zauberformel vieler Markenunternehmen, die mit biologisch abbaubaren Verpackungen, Fair-Trade-Produkten, energieeffizienter Herstellung oder kurzen Transportwegen für sich werben wollen. Auch im Bausektor expandierte die Nachhaltigkeitsbewegung in den letzten Jahren. Verantwortlich dafür ist vor allem das wachsende Bewusstsein über den großen Anteil der Gebäude am Gesamtenergieverbrauch. Deshalb macht man in der Wohnungswirtschaft gerne mit dem Schlagwort „Green Building“ auf sich aufmerksam. Die sogenannten „grünen“ Immobilien weisen schließlich ein geringeres Leerstandsrisiko, höhere Belegungsraten, höhere Mieteinnahmen sowie höhere Verkaufspreise auf. Es lohnt sich also auch und gerade für Wohnungsunternehmen, ökologisches Bewusstsein als Verkaufsargument zu profilieren. Doch wie soll Nachhaltigkeit eigentlich gemessen und bewertet werden? Und welche Bewertungssysteme garantieren Qualität und Seriosität?

BEWERTUNGSSYSTEM LEED

Eines der bekanntesten Bewertungsverfahren stellt sicherlich das LEED-System des amerikanischen „Green Building Council“ dar, wobei LEED für „Leadership in Energy and Environmental Design“ steht. Das 1998 entwickelte Verfahren basiert auf der in Großbritannien entwickelten BRE Environmental Assessment Method, kurz BREEAM. Es definiert in den Bereichen Standortkonzept, Wasser- und Energieverbrauch, Baustoffe und umweltfreundlicher Innenausbau eine Reihe von Standards für nachhaltiges Bauen und zertifiziert die Bauwerke in vier Qualitätsstufen von Einfach über Silber und Gold bis hin zu Platin. Die Unternehmen jenseits des großen Teiches reißen sich nicht nur aus PR-Gründen um das wertvolle Öko-Siegel. Zertifizierte Gebäude können bei der Allianz-Tochter Firmeman’s Fund auch zu niedrigeren Prämien versichert werden. Doch nicht nur im Ausland sorgen eigene, länderübergreifenden Zertifizierungssysteme für einen wuchernden Dschungel „grüner“ Gebäude-Label.

Seit Januar vergibt die DGNB das bundesweit gültige „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ in Gold, Silber und Bronze. In das Ratingsystem fließen sechs Themenfelder ein. Neben ökologischen werden auch soziokulturelle und ökonomische Kriterien der Gebäude bewertet. Damit geht das Qualitätssystem weit über die rein ökologischen Aspekte anderer Öko-Zertifikate hinaus. Zunächst soll das deutsche Gütesiegel nur neue Büro- und Verwaltungsgebäude schmücken, eine Erweiterung auf Bestands- und Wohnbauten ist jedoch geplant. Garantiert ist, dass die Zahlungsbereitschaft für „grüne“ Immobilien stetig steigt – ganz egal, mit welchem der erwähnten Zertifikate sie für sich werben.


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