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Was ist eigentlich …

Was bedeutet eigentlich Smart Metering?

SCHON ENDE des 19. Jahrhunderts, als die ersten Elektrizitätsnetze den Planeten umspannten, stand die Frage nach der adäquaten Messung auf der Tagesordnung. Heute, mehr als 100 Jahre später, bricht ein neues Zeitalter in der Messung der modernen Energieversorgung an. Die bisherigen „einfachen“ Strom- oder Gaszähler, die ausschließlich den Gesamtenergieverbrauch einer Anlage aufzeichnen, haben langsam ausgedient. Die neueste Technologie nennt sich „Smart Metering“. Sie ermöglicht, dass der Energiebedarf und -verbrauch zeitnah und detailliert aufgezeichnet und gesteuert wird. Davon profitieren zwei Seiten: Die Verbraucher bekommen mehr Transparenz über ihren Verbrauch und erweitern durch die detaillierten Auswertungen ihre Möglichkeiten Energie zu sparen und somit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Energieversorger hingegen können ihren Kunden auf den individuellen Verbrauch abgestimmte Energieangebote unterbreiten und gleichzeitig unternehmerische Abläufe wesentlich effizienter gestalten.

ENERGIEBEDARF STEUERN

Bis 2014 sollen intelligente Stromzähler möglichst flächendeckend in den Ländern der Staatengemeinschaft eingeführt werden, so die Vorstellungen der Brüsseler EU-Planer. Mit Hilfe einer angeschlossenen Kommunikationsinfrastruktur wie Power Line Communication (PLC), Internet oder einer Funkverbindung kommuniziert der intelligente Zähler mit einem Server und sendet bzw. empfängt Daten. Werden diese Daten von dem Energieversorger etwa für die Entwicklung von zeitabhängigen Tarifen genutzt und gleichzeitig dem Verbraucher, etwa zur bewussten Steuerung seines Energiebedarfs, zur Verfügung gestellt, spricht man von „Smart Metering“. Derzeit können Verbraucher nur in Pilotversuchen den exakten Stromverbrauch einzelner Elektrogeräte zeitgleich ablesen. So statteten etwa die Stadtwerke Düsseldorf 1.000 Haushalte mit intelligenten Zählern aus. In einem zweiten Schritt sollen Informationsdisplays in den Wohnräumen installiert werden, die Verbrauchsprognosen, CO2-Emissionen und durchschnittliche Verbrauchswerte anzeigen. Die Umstellungskosten dürften – angesichts geschätzter 49 Millionen Zähler bundesweit – erheblich sein: Während die eEnergy-Studie von 100 Euro pro Zähler ausgeht, veranschlagt der Energieversorger RWE zwischen 100 und 200 Euro. Doch laut eEnergy-Studie zahlt sich die Investition aus. Allein durch den bewussteren Umgang mit Strom kann der Verbrauch bis 2010 um 6,5 Prozent reduziert werden.


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