
Allein für Heizung und Warmwasser verbrauchen die 37 Millionen deutschen Privathaushalte pro Jahr knapp 700 Terawattstunden Energie. Dabei werden rund 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Zur Schonung von Ressourcen und Umwelt hat die Bundesregierung im Frühjahr die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft gesetzt. Damit werden Neubauten durch bessere Dämmung und effizientere Anlagentechnik künftig zu Niedrigenergiehäusern. Allerdings: In den bis 1982 errichteten Altbauten fallen allein 95 Prozent des Energieverbrauchs an, teilt Techem, ein europaweit führender Dienstleister bei Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser, mit.
In diesen Altbauten liegt das große Potenzial für Energieeinsparungen. Zwar sieht die EnEV auch hierfür etliche Maßnahmen vor. Dennoch: Selbst bei 50-prozentiger Sanierungseffizienz rechnen seriöse Prognosen bis 2050 nur mit einem Energieverbrauchsrückgang von etwa 30 Prozent. Eine Größenordnung, die Wohnungswirtschaft und Nutzer in Mehrfamilienhäusern allein in den letzten 25 Jahren erreicht haben. Analysen von Techem belegen dort einen Rückgang des spezifischen Verbrauchs (kWh/m?a) um gut 30 Prozent. Soll die EnEV ihre Ziele erreichen, müssen die Nutzer in ihrem Verbrauchsverhalten stärker unterstützt werden. Beispielsweise durch Einsatz von Hausautomationssystemen wie assisto. Mit funkbasierter Einzelraum-Temperaturregelung schieben sie einer globalen Wärmeverschwendung einen Riegel vor. Mit diesen Systemen ist eine zusätzliche Einsparung bis zu 20 Prozent belegt; außerdem sind sie preiswerter als aufwändige Dämmung.
Positiven Einfluss auf das Nutzerverhalten nimmt schon lange die Heizkostenverbrauchsabrechnung, 18 Prozent Einsparung wurden empirisch ermittelt: Damit sparen allein die von Techem betreuten 4,6 Millionen deutschen Haushalte jährlich 13 Terawattstunden Energie - ausreichend für die Versorgung von 900.000 Wohnungen, also einer Zwei-Millionen-Stadt. Damit verbunden ist ein Rückgang um drei Millionen Tonnen CO2. In den meisten dieser Haushalte wird auch Wasser nach Verbrauch abgerechnet. Einsparung: 37 Millionen Kubikmeter. Allein damit können etwa 500.000 Haushalte mit Wasser versorgt werden.