
3,9 Prozent aller deutschen Wohnungen stehen leer. Das geht aus dem Techem-empirica-Leerstandsindex für das Jahr 2004 hervor. Laut der Gemeinschaftsstudie des Bonner Marktforschungsinstituts empirica GmbH und der Eschborner Techem AG gibt es dabei ein deutliches Nord-Süd- beziehungsweise Ost-West-Gefälle: In westdeutschen Städten sind 2,4 Prozent, in Ostdeutschland (inklusive Berlin) hingegen aber 7,1 Prozent der Wohnungen trotz ausreichenden Standards unbenutzt.
Basis dafür sind anonymisierte Heizkostenabrechnungen von rund 2,5 Millionen Wohnungen, aus denen empirica den regionalen Leerstandsindex errechnet. Techem als Marktführer bei der Verbrauchserfassung und Abrechnung von Energie und Wasser besitzt das umfangreichste Datenmaterial über den deutschen Wohnungsmarkt.
Unter den 102 ausgewerteten Städten nehmen die Städte Ingolstadt, Augsburg, Rosenheim, Amberg und Kempten mit bis 0,5 Prozent Leerstand die Spitzenpositionen ein. Am schlimmsten sind die neuen Bundesländer betroffen: Brandenburg mit 12,5 Prozent, Halle (Saale) mit 12,8 Prozent, Schwerin mit 16 Prozent, Görlitz mit 16,9 Prozent und Schlusslicht Frankfurt (Oder) mit 20 Prozent. Im Westen haben Wilhelmshaven (7,3), Pirmasens (7,2), Emden (7,1) und Duisburg (6,4 Prozent) die höchsten Quoten.
Geschäftsführer Bernhard Faller von empirica: "Immobilienbesitzer und -käufer erhalten mit dieser Analyse eine einzigartige Datenbasis, die Marktfähigkeit einzelner Wohnungsbestände zu ermitteln."