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Allianz für einen klimaneutralen Wohngebäudebestand

Porträt der Allianz

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2050 bezahlbaren Wohnraum in einem klimaneutralen Gebäudebestand zu schaffen, ist eine große Herausforderung. Der Schlüssel dazu ist eine effiziente und auch erneuerbare Wärmeversorgung bei gleichzeitig niedrigem Wärmebedarf  - und das zu möglichst geringen Kosten.

Der erfolgversprechendste Weg zur Senkung des Wärmebedarfs führt über einen technologieoffenen Maßnahmenmix, aus

  1. der energetischen Verbesserung der baulichen Hülle,
  2. dem Einbau hocheffizienter Wärmeerzeuger und
  3. technischen Maßnahmen zur Optimierung der Effizienz der Wärmeerzeugung und zur Verbesserung der Wärmeverteilung sowie des Nutzerverhaltens.

Der individuelle Maßnahmenmix für ein Gebäude muss auf Basis eines optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnisses festgelegt werden.

Die "Allianz für einen klimaneutralen Wohngebäudebestand" hat das Ziel, die Wirksamkeit rein technischer Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäude in der Praxis zu untersuchen und ihre Vorteile in Öffentlichkeit und Politik bekannt zu machen. Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Optimierung der Steuerung und Regelung oder auch Austausch bestehender Heizkessel,
  • Optimierung des Wärmeverteilsystems (z.B. hydraulischer Abgleich),
  • Verbesserung der Verbrauchstransparenz durch moderne Kommunikationsmedien,
  • Smart Home und Smart Building-Ansätze zur Verbesserung der Temperatursteuerung von Räumen und Heizungsanlagen,
  • Assistenzsysteme für optimales Lüften.

Die Erwartung ist, dass derartige technische Maßnahmen zu relativ geringen Kosten einen verhältnismäßig großen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. Um dies zu belegen,  wird das bislang größte praxisorientierte Forschungsprojekt seiner Art in Deutschland durchgeführt, bei dem die genannten Maßnahmen und ihre Effekte einzeln und in Kombination miteinander untersucht werden.

Weiteres Ziel der Allianz ist es, auf einen rechtlichen Rahmen hinzuwirken, der es Gebäudeeigentümern erlaubt, aus den zur Verfügung stehenden Energieeffizienzmaßnahmen diejenigen auszuwählen, mit denen sie das festgelegte Maß an Energieeffizienz und Klimaneutralität zum besten Kosten-Nutzen-Verhältnis erreichen.

Gründungsmitglieder der Allianz sind Unternehmen, Verbände und renommierte Forschungseinrichtungen, die sich seit Jahren intensiv mit einer energieeffizienten Wärmeversorgung von Wohnimmobilien beschäftigen: GdW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Firmen Vonovia, LEG, DOGEWO21, Spar- und Bauverein eG Dortmund, Danfoss, Techem, Bosch Thermotechnik, ista sowie die EBZ Business School – University of Applied Sciences mit der Professur für Energiefragen der Immobilienwirtschaft und die Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der Technischen Universität Dresden.

Die Mitglieder der Allianz sind überzeugt, dass die genannten technischen Lösungen den aktuell vorherrschenden Maßnahmenmix aus verbesserter baulicher Hülle und Wärmeerzeugung sowie der Nutzung Erneuerbarer Energien sinnvoll ergänzen und in vielen Fällen erst die vollen Effizienzpotenziale erschließen. Sie sind damit ein wichtiger Baustein zu einer wirtschaftlichen Realisierung eines klimaneutralen Gebäudebestandes.

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