Richtig Heizen und Lüften

Energiesparen mit Techem

Das korrekte Beheizen und Lüften von Räumlichkeiten spielt eine große Rolle, wenn es um das Thema Energiesparen geht. So ist zum Beispiel Stoßlüften wesentlich effizienter als Fenster über einen längeren Zeitraum offen stehen zu lassen. Wenn Sie nur ein paar kleine Tricks und Kniffe anwenden, sparen Sie nicht nur eine Menge Energie, sondern beugen auch der Schimmelbildung vor.

Energiespartipps für den Alltag

Energiesparen leicht gemacht - die Techem-Tipps
Das Thema Energiesparen geht uns alle an. Je höher die Preise für Strom, Gas und Öl steigen, desto mehr lohnt es sich, den Verbrauch zu senken. Wie das am besten geht, richtet sich teilweise nach Alter, Ausstattung und Modernisierungsstand der Immobilie.  

Energiesparen mit Lüftungsanlagen Energiesparen mit Lüftungsanlagen
Was beim Passivhaus ohnehin dazugehört, kann auch beim Niedrigenergiehaus den Verbrauch effizient senken - eine Lüftungsanlage. Die leitet verbrauchte Luft über einen Wärmetauscher, der die Wärme der Abluft an die frische Zuluft überträgt. So braucht das Aufheizen der Frischluft weniger Energie. Trotzdem lässt sich auch hier durch richtiges Lüften zusätzlich Energie sparen: Außerhalb der Heizperiode empfiehlt sich das gute alte Lüften "von Hand", denn das spart den Strom für den Betrieb der Lüftungsanlage. 
Richtiges Lüften Richtiges Lüften
Da die allermeisten von uns keine Lüftungsanlage haben, gilt: Machen Sie Durchzug! Erst die Heizkörper abdrehen, und dann die Fenster auf. Ein paar Minuten reichen, um wieder frische Luft in die Wohnung zu lassen, ohne dass zu viel kostbare Wärme verloren geht. 
Energiesparen im Schlaf Energiesparen im Schlaf
Bequemer geht's kaum - Geld sparen im Schlaf. Denn nachts darf die Wohnung deutlich kühler sein. Das gilt auch, wenn Sie länger unterwegs sind. Aber lassen Sie die Räume nicht völlig auskühlen, denn dann kostet das Wiederaufheizen zu viel Energie. 
Heizkörper frei lassen Heizkörper frei lassen
Vorhänge oder Möbel vor dem Heizkörper wirken isolierend. Das heißt, man verraucht Energie und der Raum wird trotzdem nicht warm. Deshalb sollte auch der Heizkörper im Bad besser nicht als permanenter Handtuchhalter oder gar Wäschetrockner herhalten. 
Alte Fenster abdichten oder erneuern Alte Fenster abdichten oder erneuern
Gerade bei Altbauten schleichen sich mit den Jahren undichte Stellen in die Fensterfugen. Die erkennen Sie, wenn Sie eine Kerze davor halten und die Flamme anfängt zu flackern. Als Sofortmaßnahme sollten Sie an den betreffenden Stellen die Fugen neu abdichten. 
Energiesparen hinter verschlossenen Türen Energiesparen hinter verschlossenen Türen
Es ist bequem aber teuer, wenn Sie zu Hause alle Zimmertüren offen lassen. Denn dann beheizen Sie die ganze Wohnung gleichmäßig - auch wenn Sie sich zum Beispiel im Schlafzimmer tagsüber gar nicht aufhalten. Besser: Türen schließen und nur dort heizen, wo Sie sich aufhalten. 
Auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten Auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten
Pflanzen und Luftbefeuchter heben das Wohlgefühl. Denn feuchte Luft empfinden wir als wärmer, außerdem reduziert sie das Aufwirbeln lästiger Staubpartikel. Aber: Zu viel Feuchtigkeit ist auch schlecht, dann droht Schimmel. Daher sollten Sie nach dem Baden, Duschen und auch Kochen immer durchlüften.
Energiesparen mit Wasser Energiesparen mit Wasser
Der Warmwasserverbrauch bietet ebenfalls gute Möglichkeiten zum Energiesparen. Es gibt sparsame Armaturen sowie energieeffiziente Wasch- und Spülmaschinen.
Heizkörper regelmäßig entlüften Heizkörper regelmäßig entlüften
Nur wenn das Wasser in der Heizung ungestört zirkulieren kann, ist eine optimale Energieausnutzung garantiert. Gluckert es in Ihren Heizkörpern? Dann sollten Sie mal wieder die Luft rauslassen.  
Jedes Grad zählt Jedes Grad zählt
Gut zwei Drittel der gesamten Energiekosten eines Haushalts entfallen aufs Heizen. Entsprechend lässt sich da auch am meisten Geld sparen. Schon ein Grad niedrigere Raumtemperatur senkt die Kosten um durchschnittlich rund sechs Prozent. 
Energiesparen mit Techem Energiesparen mit Techem
Darüber hinaus gibt es noch richtig professionelle Möglichkeiten zum Energiesparen. So dreht sich eigentlich das gesamte Angebot von Techem ums Energiesparen. 

Richtiges Lüften im Keller

Trockener Keller statt feuchter Gruft: Richtig lüften lautet die Lösung

Ein weit verbreiteter Irrtum macht die Keller vieler Häuser zu wahren Feuchtgebieten. Die Ursache: falsche Vorstellungen vom richtigen Lüften. Die Folgen: Man kann den Keller wenn überhaupt nur noch eingeschränkt nutzen, Bücher oder Kleidung zum Beispiel gar nicht mehr dort lagern. Noch dazu leidet die Bausubstanz und es kann sogar zu gesundheitlichen Schäden führen.

Dabei ist richtiges Lüften ganz einfach, man muss nur umdenken. Nicht selten schreibt sogar die Hausordnung vor, wie der Keller zu lüften ist, doch leider falsch! Da heißt es dann sinngemäß: bei warmem Wetter die Fenster offen lassen, an kalten Tagen und vor allem im Winter dagegen Fenster geschlossen halten. Das klingt ja zunächst auch plausibel, führt aber zu genau den unerwünschten Effekten von zu hoher Feuchtigkeit und Schimmelbildung.

Der Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte. Wenn also gerade an feuchtwarmen Tagen die Luft in den kälteren Keller strömt, kühlt sie dort ab und das Wasser schlägt sich dort nieder – vor allem an den Wänden. Dieser Kondensationseffekt ist gerade an den ersten wärmeren Tagen im Frühjahr besonders stark, wenn der Keller noch kalt vom Winter ist. Man kennt das, wenn man eine kalte Flasche aus dem Kühlschrank holt und sie außen beschlägt. Da setzt sich ebenfalls das in der wärmeren Luft enthaltene Wasser an der kälteren Glasflasche ab. Im Unterschied jedoch zur Glasflasche nehmen die Kellerwände die Feuchtigkeit auf, und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Schimmelbildung einsetzt.

Faustregel: Je größer der Temperaturunterschied und je höher die Luftfeuchtigkeit außen, desto mehr Wasser kondensiert. Deshalb sollten Kellerräume im Frühjahr und Sommer nur an trockenen Tagen und auch nur kurz gelüftet werden.

Im Winter funktioniert das physikalische Prinzip natürlich auch. Hier könnte man es sich aber zunutze machen. Denn nun ist an kalten und trockenen Tagen die Luft im Keller wärmer und würde also beim Lüften die Feuchtigkeit aus den Kellern herausbringen. Doch da lassen viele ihre Kellerfenster komplett geschlossen und halten so die Feuchtigkeit drinnen – der zweite Fehler. (Zwar sollte man bei starkem Frost aufpassen, dass im Keller keine Leitungen einfrieren. Aber bei kürzerem Lüften kann so schnell nichts passieren.)

3 Regeln für richtiges Lüften im Keller

  1. Immer nur kurz lüften: Auch und gerade im Sommer die Kellerfenster nicht lange oder ständig geöffnet lassen; besser morgens oder abends, wenn es noch nicht oder nicht mehr so heiß ist.
  2. An heißen und/oder feuchten Tagen gar nicht lüften.
  3. Auch und gerade im Winter (kurz) lüften, vor allem an trockenen und kalten Tagen.

Feuchtigkeit in der Wohnung

Was tun bei Schimmel und feuchten Wänden? Richtig heizen und lüften!

Gerade bei gut isolierten Neubauten oder nach Wärmedämmungsmaßnahmen tritt immer wieder ein Problem auf: feuchte Wände und Schimmel. Das führt häufig zum Streit zwischen Mietern und Vermietern, wer daran Schuld ist und wie sich der Schaden beheben lässt.

Zunächst gilt es, die Ursache zu finden. Denn danach richtet sich, wie der Schaden zu beheben ist. Die Vielzahl möglicher Ursachen lässt sich in drei große Kategorien unterscheiden:

  1. Kondenswasser durch falsches Lüften und Heizen
    Indizien dafür sind: Die Feuchtigkeit tritt vor allem an Außenwänden oder an zugestellten Wänden (hinter Schränken) auf; die Schäden tauchten nach Isolierung der Fenster oder nach Einbau neuer Fenster auf; betroffen sind vor allem Bad und Küche.
  2. Mängel der Bausubstanz oder der Installationen
    Das kann sein: schlechte Isolierung zum Boden; undichte Stellen in Wand oder Dach; defekte Wasserleitungen, fehlerhafte Installation der Badarmaturen, undichte Fugen an Dusche oder Wanne etc.
  3. Neubaufeuchtigkeit
    Wird ein frisch fertig gestelltes Haus zu früh bezogen, sind oft die Wände noch nicht vollständig durchgetrocknet. Sofern sich noch kein Schimmel gebildet hat, kann es eventuell ausreichen, über verstärktes Heizen eine „Nachtrocknung“ zu erreichen. Wer für die Ursache des Schadens verantwortlich ist, wird in der Regel auch für dessen Beseitigung sorgen müssen. Auch wenn dieser Artikel keine Rechtsberatung ersetzen kann, so mag als Faustregel gelten: Die unter (2.) genannten Ursachen sind Sache des Vermieters, während die unter (1.) genannten Punkte vermutlich durch das Verhalten des Mieters verursacht sein dürften.

Feuchtigkeit durch falsches Heizen und Lüften
Richtiges Heizen und Lüften kann ein zu feuchtes Raumklima verhindern. Häufig wird unterschätzt, wie viel Wasserdampf bei den alltäglichen Aktivitäten wie Kochen oder Duschen entsteht: bis zu 1.000 Gramm bei Kochen und Abwaschen, beim Duschen sogar bis zu 2.500 Gramm. Insgesamt verdunsten in einem durchschnittlichen Haushalt täglich bis zu 12 Liter Wasser! Die dadurch von der Raumluft aufgenommene Feuchtigkeit kann nur durch intensives Lüften (mindestens zwei mal täglich für fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern, möglichst mit Durchzug) nach außen gelangen, sonst schlägt sie sich an den Wänden nieder (Kondensation). Spätestens wenn die Fenster beschlagen, ist Lüften angesagt. Gerade in der kalten Jahreszeit geschieht das jedoch in vielen Wohnungen zu selten.

Die Sanierung: Ursache abstellen und Schäden beseitigen
Die Sanierung muss zuallererst die Ursache beseitigen, sei es ein baulicher Mangel oder falsches Verhalten. Danach gilt es, alle vom Schimmel befallenen Stellen je nach Material entweder komplett zu entfernen (z.B. Putz, Tapeten) oder aber gründlich zu reinigen (z.B. Fliesen). Für die Trocknung der feuchten Bauteile gibt es verschiedene Techniken: Kondensationstrocknung, Adsorbtionstrocknung, Mikrowellentrocknung und andere. Die Wahl der geeigneten Methode sollte man eigens darauf spezialisierten Firmen oder Sachverständigen überlassen.