Pressemeldung - 09.09.2021

Techem Studie: Private Vermieter befürworten Klimaschutzziele

  • Mehrheit spricht sich für mehr Energieeffizienz, Senkung des Energieverbrauchs und erneuerbare Energien aus
  • Einsatz von Smart Metering ist ausbaufähig, Investitionsbereitschaft aber vorhanden
  • CO2-Abgabe bei Entlastungen an anderer Stelle bewerten private Vermieter als akzeptabel

Eschborn, 9. September 2021. Mit dem novellierten Klimaschutzgesetz hat sich Deutschland ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 65 Prozent gesenkt werden. Eine aktuelle Umfrage von Techem, einem führenden Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude, zeigt, dass die Mehrheit der privaten Vermieter die politischen Zielsetzungen in Zusammenhang mit der Energiewende befürwortet. Und das, obwohl 38 Prozent der Befragten glauben, dass die Energiewende für sie persönlich eher Nachteile mit sich bringen könnte (Vorteile: 36 Prozent / Weiß nicht: 26 Prozent). Die wichtigsten Ziele aus Sicht der Befragten: Die Steigerung der Energieeffizienz (84 Prozent) sowie die Senkung des Energieverbrauchs (80 Prozent).

Notwendigkeit zum Umstieg auf erneuerbare Energien ist bekannt

Damit die Energiewende im Gebäude gelingt, ist neben der Effizienzsteigerung ein Umstieg auf erneuerbare Energien unerlässlich. Das sehen auch die befragten Vermieter so, die den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern (83 Prozent) sowie der überregionalen Stromnetze (70 Prozent) mehrheitlich befürworten. Und auch beim Ausstieg aus der Kohle (64 Prozent) sowie der Kernenergie (58 Prozent) sind sich die Befragten weitgehend einig. Lediglich hinsichtlich der politischen Zielsetzungen zum Ausbau der Elektromobilität spalten sich die Meinungen: Diese befürwortet nur knapp die Hälfte (51 Prozent) der befragten Privatvermieter in Deutschland. 

„Dem Immobiliensektor kommt in der Energiewende eine entscheidende Rolle zu, beträgt sein Anteil am Energieverbrauch in Deutschland doch 35 Prozent“, sagt Matthias Hartmann, CEO bei Techem. „Nach den neuen Klimazielen soll der Gebäudebestand bis 2045 nahezu klimaneutral sein, allerdings hat der Sektor die Vorgaben zur CO2-Einsparung in den letzten Jahren weit verfehlt. Die Energiewende im Gebäude ist nur durch Digitalisierung machbar und finanzierbar. Dass sich private Vermieter mehrheitlich für die politischen Klimaziele aussprechen, ist eine wichtige Voraussetzung, um geeignete Maßnahmen auf den Weg zu bringen.“

Investitionsbereitschaft vorhanden – Smart Metering ausbaufähig

Eine Digitalisierung im Gebäude ist die Basis für einen effizienten und hochautomatisierten Gebäudebetrieb. Smart Metering – die digitale Erfassung von Verbrauchsdaten - ist hierfür ein wichtiger Baustein. In privat vermieteten Wohnungen wird diese Technologie bisher aber nur selten eingesetzt. So gibt nur ein Fünftel der Befragten (20 Prozent) an, dass ihre Wohnungen oder Häuser bereits mit Smart Metern ausgestattet sind. Dabei ermöglichen vernetzte digitale Verbrauchserfassungs- und Steuerungsgeräte bereits heute Endenergieeinsparungen von durchschnittlich 10 bis 15 Prozent.

Die Techem Umfrage zeigt aber auch, dass private Vermieter grundsätzlich offen gegenüber neuen Technologien sind, wenn diese ihnen beim Sparen von Heizenergie helfen. Knapp die Hälfte (51 Prozent) ist dazu bereit, in eine intelligente Heizungssteuerung zu investieren, wenn die Kosten dafür zwischen 250 und 400 Euro liegen. Während 12 Prozent diese Investition bereits getätigt haben, können sich 19 Prozent der Befragten nicht vorstellen, dafür Geld auszugeben.

Klima-Abgabe? Akzeptabel für private Vermieter

Seit Beginn des Jahres steht die neue CO2-Abgabe im Mittelpunkt der Diskussion um steigende Heizkosten. Interessant: 71 Prozent der privaten Vermieter finden höhere Kosten für das Fliegen, Heizen mit Öl oder Gas sowie Autofahren aus Gründen des Klimaschutzes akzeptabel. Die Mehrheit wünscht sich dafür aber an anderer Stelle Entlastungen (48 Prozent). Dabei lässt sich die abgabebedingte Kostensteigerung durch digitale Messtechnik schon direkt beim Heizen mindern. Ein digitales Heizungsmonitoring kann unter Nutzung der Verbrauchsdaten der Wohnungen und der Leistungsdaten der zentralen Heizungsanlagen beispielsweise den Verbrauch und damit die Kosten für die Mieter senken. Mit digitalen Lösungen wie dieser vermeidet Techem bereits heute rund 8,7 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

 

Mehr Informationen zur Energiewende in Gebäuden und der Bedeutung der Digitalisierung finden Interessierte in diesem Factbook

 

Über die Studie

Die vorliegende Studie wurde von Techem unter 457 privaten Vermietern von Mehrfamilienhäusern in Deutschland durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2021 mittels einer Online-Umfrage.

 

 

Über Techem

Techem ist ein führender Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Die Leistungen des Unternehmens decken die Themen Energiemanagement und Ressourcenschutz, Wohngesundheit und Prozesseffizienz in Immobilien ab. Das Unternehmen wurde 1952 gegründet, ist heute mit 3.750 Mitarbeitern in rund 20 Ländern aktiv und hat knapp 12 Millionen Wohnungen im Service. Techem bietet Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wärme und Wasser in Immobilien an. Die Produkte und Lösungen des Unternehmens vermeiden jedes Jahr rund 8,7 Millionen Tonnen CO2. Als Marktführer in der Funkfernerfassung von Energieverbrauch in Wohnungen treibt Techem die Vernetzung und die digitalen Prozesse in Immobilien weiter voran. Moderne Funkrauchwarnmelder mit Ferninspektion und Leistungen rund um die Verbesserung der Trinkwasserqualität in Immobilien ergänzen das Lösungsportfolio für die Wohnungswirtschaft. Weitere Informationen finden Sie unter www.techem.de

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